18557 Kommentare

  1. Höchstadt

    Nur noch 2, https://up.picr.de/50856547yn.png

    05.05.2026
    Abwurf des zweiten und dritten Jungstorches von Gerome

    Am Morgen des 05.05.2026 kurz nach 9:00 Uhr wurden innerhalb von nur 5 Minuten zwei weitere Jungstörche von Gerome abgeworfen. Unmittelbar nach dem wir am 05.05.2026 nur noch zwei Jungstörche in den Kamerabildern gesehen hatten, haben wir vor Ort kontrolliert, ob es noch Überlebende bei den abgeworfenen Jungstörchen gibt. Leider waren beide Jungstörche nicht mehr am Leben.

    Einer hing leblos im östlichen Schneefanggitter des Alten Rathauses und der andere lag westlich vom Turm des alten Rathauses tot auf dem Boden.

    Den am Boden liegenden Jungstorch haben wir hinsichtlich möglicher Todesursachen untersucht. Er war ca. 10 Tage alt, wog 225 g und war normal entwickelt. In der Speiseröhre und im Magen konnten wir keine Gummiringe finden. Im Mageninhalt befanden sich ein Wirbel von einem Kleinsäuger und Reste vom ausgewürgten Futter der Altstörche samt dem am klebrigen Futter anhaftendem Nistmaterial. Das unverdauliche wird ab einem gewissen Füllstand des Magens dann als kleiner Ballen vom Magen durch die Speiseröhre und den Schnabel wieder als sogenannter Speiballen ausgewürgt. Danach gibt es wieder Platz im Magen für den nächsten Energie- bzw. Futterschub.

    Überlebende solcher Abwürfe haben wir in der Vergangenheit gepflegt und aufgezogen. Von einigen dieser Pfleglinge haben wir aus Rückmeldungen erfahren, dass die ehemaligen Pfleglinge sich im Umfeld ihres Geburtshorstes angesiedelt und erfolgreich ihren Nachwuchs aufgezogen haben.

    Warum Störche in manchen Jahren ihre, aus unserer Sicht und Beurteilung heraus normal entwickelten Jungen, die auch normales Verhalten zeigen, vermehrt abwerfen bleibt vermutlich noch einige Zeit ein Naturgeheimnis. Wir können hier nur Vermutungen formulieren, diese jedoch nicht wissenschaftlich belegen.

    Leider scheint die Brutsaison 2026 zu den Brutjahren zu gehören, in denen eine große Anzahl von Jungstörchen von den Brutstörchen abgeworfen werden.

    Glücklicherweise haben sich die Weißstorchbestände in den letzten Jahrzehnten so gut entwickelt, dass Jahre mit hohen Abwurfraten zu keinen drastischen Bestandseinbrüche in den jeweiligen lokalen Storchenpopulationen führen.

    04.05.2026
    Abwurf des kleinsten Jungstorches

    Am frühen Nachmittag des 03.05.2026 gegen 14:30 Uhr wurde der kleinste Jungstorch auf dem alten Rathaus von Gerome abgeworfen. Gerome hatte schon in der letzten Brutsaison 2025 mehrere Jungstörche abgeworfen. Die Gründe des Abwurfs sind uns bisher noch nicht bekannt.

    Zahlreiche Besucher unserer Webseite https://storchennest-hoechstadt.de/live-cam berichteten darüber, dass Frieda und Gerome des Öfteren Gummibänder ausgewürgt hätten und dass diese zumindest teilweise von den Jungstörchen gefressen wurden. Eines dieser Gummibänder hätte man sogar außen am Schnabel eines Jungstorches gesehen. Ob es dieser Jungstorch war der abgeworfen wurde, konnten wir bisher noch nicht klären.

    Es ist der dritte Jungstorchabwurf in der Brutsaison 2026, der uns in Höchstadt bekannt wurde.

    Der erste Abwurf wurde im Hof vom Zwetschger, einem ehemaligen Weinlokal an der alten Stadtmauer nahe dem Stadtturm, gefunden und uns am 20.04.2026 vom Horstbesitzer gemeldet. Der Jungstorch, der vermutlich aus einem der beiden Storchenhorste auf dem Stadtturm stammt, hatte den Absturz nicht überlebt.

    Der zweite Abwurf landete noch lebend im Schneefanggitter des Sparkassengebäudes. Die Feuerwehr Höchstadt hatte den Jungstorch dort am 27.04.2026 geborgen und in unsere Pflegestation zu Christine Schobert nach Beutelsdorf gebracht. Der lädierte Jungstorch hat sich dort gut erholt und frisst schon wieder.

    Wir hoffen, dass die Anzahl der abgeworfenen Jungstörche in den derzeit 44 Höchstadter Storchenhorsten mit Bruten nicht allzu sehr ansteigt.

    • ES

      Hallo liebe Mo, falls Du auch am Chat teilnimmst, dann kann Du hanebüchene Kommentare lesen, von trauernden Störchen. Wie kann z.B. eine Wilma oder ein Wilfried trauern, wenn er/sie lebende Küken aus dem Nest werfen ? Hier auch schon passiert. Überlebt haben schon mehrere – ich glaube 4 oder 5 Küken – weil der Verein zugefüttert hat. In erster Linie wird man der Natur ihren Lauf lassen. Auch gibt es eine Reihe bodenbrütender Vögel. Frage: Würde hier ein Storch bei der Nahrungssuche Halt machen?

      • Mo

        10.37h
        Hallo, Erna,
        Meine Überlegungen kamen zu folgendem Ergebnis:
        Bei Tieren handelt es sich wohl meistens um INSTINKT, also um angeborene zweckmäßige Handlungen und Empfindungen. Bei Menschen kommt noch EMPHATIE dazu, wie z. B. Mitleid.
        Obwohl man auch bei Tieren das Letztere sehen kann, z. B. bei Elefanten oder Geflügeltieren. Die sitzen tagelang neben einem verunglückten Gefährten. Ist das nun Trauer oder warten sie nur ab, ob er wieder „wach“ wird?
        Ich glaube schon, dass Tiere traurig sein können, nicht so tiefgründig wie wir Menschen, doch aber aus ihrer Sicht und Erfahrung schon.

  2. Marlies

    Total genial 🤩
    Erstes Küken von Wilma und Wilfried
    👍🌼

  3. Martina Raudnitzky

    Hallo Mo,
    Wilfried ist seit fünf Jahren mit Wilma zusammen und gemeinsam haben sie schon 9 Küken aufgezogen. Mit seinem Vorgänger Wilhelm hat Wilma 44 Küken aufgezogen.

    • Mo

      00.13h
      Danke Martina, boh, 5 Jahre sind die beiden Hübschen schon ein Paar, wie die Zeit vergeht!
      Da habe ich ja eine ganze Menge Horstleben nicht mitbekommen…
      Danke für deine Info!
      Mo

  4. Mo

    17.08h
    Wie schön! 🐣 🥚🥚🥚🥚
    Der junge Wilfried ist vielleicht zum ERSTEN MAL Vater… kann das stimmen, liebe Erna?
    Wenn es so ist, freut es mich besonders!! Bin sehr gespannt, wie er sich verhält, aber Wilma
    ist eine tolle Mutter, ein vorbildliches Vorbild.

    • ES

      Liebe Mo, Martina Raudnitzky ist mir mit der Antwort zuvor gekommen. Sie ist will mal sagen omnipresent.

      • Mo

        00.19h
        Danke auch dir, liebe Erna. Ich freue mich auch sehr über das kleine Wackelköpfchen und auf die nächsten Wochen. Wenn nur das Wetter mitspielt…
        LG

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